Gedichte fürs Käschtle

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Du bist am Zug

Mit meinen Worten, habe ich gebaut,
eine Festung, groß und stark,
auf der du Zugang haben sollst,

Doch fürchte ich mich,
die Brücke für Dich herunter zu lassen,
weil ich nicht sicher bin, ob du darüber gehen willst,

Deine Worte,
sparsam und haltig,
trage ich wie Juwelen,
schmücken mein Sein und jetzt,
funkeln, glitzern, bewahren.

Soll ich bitten ? Mir ganz einfach sagen ? Deine Festung mir Zugang gibt ?
Warum zweifle ich ? Wo doch mein Herz glaubt, in die Zukunft blicken zu können ?

Nichts zu erwarten ist sehr schwer, bin ich doch nie du !

Hab einfach Angst, vor Worten, hören und sehen die dunklen Träume schon !

Weiß ich wirklich nie, wofür ich beten, glauben, warten, leben soll ? Möchte ich deine Träume leben ?

Unser Buch,  zu Ende gelesen, beiseite gelegt, um langsam zu vergessen,

Dein und mein Lachen, die Leidenschaft und der Genuss,

Mein Kopf wünscht sich klare Worte,
doch würde diese auch Grenzen geben, wo ich weiß, dass für uns alles möglich ist !

Du mit mir…
oder gehen wir,
unsichtbar berührend,
schon immer lange zu zweit ?

E.R.2018